Buchtipps

Optimistisch – pragmatisch – oder katastrophal? Je nachdem, welcher Denk-Typ Sie sind, wird ihnen eines der drei Szenarien über Logik und Wirkung von KI (künstliche Intelligenz) glaubhafter erscheinen.           Vielleicht erweitert die Auswahl aber auch Ihren Horizont. Denn Amy Webb, Futuristin und Gründerin des Future Today Instituts, liefert gute Argumente für jede Variante. Ihr Ansatz: Wir müssen, jedeR für sich ebenso wie Politik und Wirtschaft, die neun größten Tech-Titanen von Amazon bis Tencent bändigen. Damit KI sich nicht als Fluch, sondern als Segen herausstellt.
„Die großen Neun“ Plassen Verlag 2019  

Jedes Problem ist eine verkleidete Lösung. Diesem Motto entsprechend präsentieren die Therapeuten Ben Furman und Tapani Ahola 24 lösungsorientierte „Übungen für mehr Lebensfreude“, so der Untertitel ihres neuen Selbsthilfebuches. Jeder Übung ist ein kurzer theoretischer Abschnitt vorangestellt, am Ende ist Platz für eigene Notizen. Ziel der im therapeutischen Umfeld erprobten Übungen ist es, negative Gefühle bewusst und dauerhaft durch positive Emotionen zu ersetzen. Klingt einfach. Ist einfach. Vorausgesetzt man ist ehrlich zu sich selbst und hat Mut zur Veränderung.
„Raus aus dem Tief“ Carl Auer Lebenslust 2019

„Die Zeiten ändern sich“  – und auch die Bedeutung der Zeit, die sich an einer Uhr ablesen lässt, verändert sich. Und zwar rasant. Zeit-Experte Karlheinz A. Geißler sieht die klassischen Uhren als Maßstab für unsere Tagesgestaltung schon bald  in Rente gehen – das „Eins-nach-dem-anderen“-Zeitmodell wird abgelöst von den Zeitordnungsprinzipien der Gleichzeitigkeit und des Nonstop. Ein Prozess, der ängstigt und fasziniert zugleich. Denn das Ende der Gehorsamkeitskultur, wie Geißler die weitverbreitete „Ethik der Pünktlichkeit“ nennt, geht Hand in Hand mit einem elastischen und kreativen Umgang mit Verabredungen – und eröffnet bisher ungeahnte Möglichkeiten des Zeitlebens und Zeiterlebens.
„Die Uhr kann gehen. Das Ende der Gehorsamkeitskultur“ Hirzel Verlag 2019

„Zweifelsfrei erkenne ich, dass NEIN! ein vollständiger Satz ist.“ Eine von 200.000 kraftvollen Affirmationen, die mit dem ungewöhnlichen „Selbstwert-Generator“ in Sekundenschnelle entstehen – und mit etwas Glück langfristige Wirkung entfalten. Michael Bohne und Sabine Ebersberger, beide Profis in der Entwicklung von Tools für Psychotherapie und Coaching, geben damit sowohl professionellen HelferInnen als auch Betroffenen ein wirksames Werkzeug zur Hand: 60 Klappkarten mit unterschiedlichen Satzbausteinen lassen sich beliebig zu selbstwertstärkenden Sätzen kombinieren. Themenbereiche: positive Selbstbeziehung / Abgrenzung & Autonomie / Perfektionismus & Sicherheit / Erfolg zu schätzen wissen. Einfach genial!
„Der Selbstwert-Generator“Carl-Auer-Verlag 2019

Ein narratives Sachbuch – was wie ein Widerspruch wirkt, entpuppt sich als anregende Story im besten Sinn des Wortes „Storytelling“. Gero, der Erzähler/Protagonist, steht vor der entscheidenden Frage, welche Art von Führungskraft er angesichts der agilen Wirtschaftsentwicklung sein möchte. Sollen die Werte des Unternehmens im Vordergrund stehen? Dreht sich alles um die optimale Entwicklung der Potenziale seiner MitarbeiterInnen? Oder geht es letztendlich (nur) um radikale Eigenverantwortung? Als LeserIn begleiten wir Gero auf seinem Weg, doch seine Reflexionsfragen werden dabei zu den unseren – ebenso wie die konkreten Anregungen, die das Autorenduo Iris van Baarsen und Sven Hantel gekonnt in ihre Erzählung integrieren.
„Fang an zu führen! Eine Geschichte über Zweifel, Mut und Handeln“, metropolitan 2019 

Ein spannender kleiner Ausflug in die Welt der Wissenschaft gefällig? Der Astrophysiker und ZDF-Moderator Harald Lesch sinniert in einer neuen Buchreihe sowohl über Gott und den Urknall als auch über die Evolution von Fauna und Flora. Beides gewohnt eloquent und mit jenem witzig-amüsanten Charme, den man Wissenschaftlern gerne abspricht. So kurzweilig seine Ausführungen, so allumfassend sind die Fragen, die er zu beantworten sucht: Schließen Schöpfung und Evolution einander aus? Was ist dran an der Urknall-These? Und könnte es sein, dass Dinosaurier gar nicht ausgestorben sind? Ein Lesevergnügen für alle, die Wissen gerne „en passant“ erwerben.
„Über Gott, den Urknall und den Anfang des Lebens“, „Über die Evolution des Lebens der Pflanzen und Tiere“, mvgverlag 2019

Neurosophie, die Mischung aus strengem und wildem Denken an der Grenze von Natur-   wissenschaft und Philosophie, ist keine Erfindung des berühmten Neurobiologen und Systemtheoretikers Humberto R. Maturana. Doch der mittlerweile 90jährige betreibt sie seit Jahrzehnten mit besonderer Leidenschaft. Im Dialog mit dem 40 Jahre jüngeren Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen läuft er noch einmal zur Höchstform auf. Gemeinsam erkunden sie die Grenzen der menschlichen Erkenntnis, die Biologie der Liebe, die Ohnmacht der Macht und – über die Konfrontation mit dem Tod – die immer wieder aufflammende Sehnsucht nach dem Leben. Keine leichte Lektüre, doch ein geistiges „Belebungsmittel“ im besten Sinn des Wortes.
„Vom Sein zum Tun“, Carl-Auer Verlag 2019 

Konstruktiver Journalismus statt Horror- meldungen, Krisenszenerien und Schwarz-Weiß-Malerei – das liefert Maren Urner, Dozentin für Medienpsychologie, im werbe- freien Online-Magazin „Perspektive Daily“.
Der lösungsorientierte Ansatz basiert auf dem Wissen, dass unser Steinzeitgehirn auf permanent negative Berichterstattung mit Dauerstress bis hin zu Panik reagiert. Im aktuellen Sachbuch präsentiert die studierte Kognitions- und Neurowissenschaftlerin neben einer spannenden Analyse der Defizite unserer Medienwelt auch konkrete Handlungsan- leitungen für MedienkonsumentInnen, die sich gegen die digitale Vermüllung ihres Gehirns zur Wehr setzen wollen.
„Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“, Droemer Verlag 2019 

Bewegung bewegt – nicht nur den Körper, sondern auch das Gemüt. Vor allem in Veränderungsprozessen sind Gefühle weit mehr als lästige Begleiterscheinungen: Sie geben relevante Hinweise darauf, was die Beteiligten erhoffen, erwarten und/oder fürchten und tragen, wenn sie wahrgenommen und gewürdigt werden, zum Erfolg der erwünschten Entwicklung bei. Der renommierte Coach und Organisationsberater Torsten Nikolaisen offeriert allerdings nicht nur 45 Tipps für den Umgang mit bewegten Gemütern auf Klientenseite – er unterstützt seine KollegInnen in der Beratung auch bei der Reflexion ihrer eigenen Selbsterfahrungsprozesse.
„Emotionen in Coaching und Organisationsberatung“, Carl-Auer Verlag 2019 

Nicht nur lernen, sondern verstehen! Unter diesem Motto präsentieren die Macher des wöchentlich erscheinenden Podcasts    „The Skeptics´Guide to the Universe“ ihren ersten Guide in Buchform. Entlarvt werden Verschwörungstheorien und Pseudowissenschaften, Vorurteile, Mythen und urban legends. Als Handwerkszeug dienen die vier Kernkonzepte des wissenschaftlichen Skeptizismus: das Wissen über die Beschränktheit unseres Wissens, die Metakognition, das Abgrenzungsproblem zu Pseudowissenschaften und last, but not least, berühmte abschreckende Beispiele aus der Vergangenheit. Wer die 500 Seiten geschafft hat, wird zukünftig alles kritisch hinterfragen. Zumindest das ist gewiss.
„Bedienungsanleitung für deinen Verstand“, riva Verlag 2019 

Wertschätzung als Ressource, um das eigene Leben zu bereichern – unter diesem Aspekt gewinnt der inflationär gebrauchte Begriff der „Würdigung“ eine neue Bedeutung. Was macht es mit mir, wenn ich anderen Menschen mit Achtung, Respekt und Wohlwollen begegne? Dörthe Huth, Dozentin und Coach mit Schwerpunkt Lebensfreude und Achtsamkeit, liefert Denkanstöße, Veränderungsimpulse und Anregungen für den Blick über den Tellerrand – knapp, knackig und, nomen est omen, mit großer Wertschätzung für ihre LeserInnen.
„30 Minuten – Wertschätzung“, Gabal Verlag 2019 

Dinosaurier-DNA mag in Jurassic World eine Rolle spielen – für Johannes Krause, Direktor des Max-Planck-Instituts für Menschheits–geschichte, dreht sich alles um die DNA unserer humanen Vorfahren. Gemeinsam mit dem Wissenschaftsjournalisten Thomas Trappe macht er aus trockener Forschung einen ebenso spannenden wie informativen Wissenschafts-Krimi: Lebten Adam und Eva getrennt? Stammen schwäbische Bauern aus Anatolien? Ist Intelligenz gleichmäßig ungerecht verteilt? Und: Sind wir etwa alle mit Karl dem Großen verwandt?
„Die Reise unserer Gene. Eine Geschichte über uns und unsere Vorfahren“, Propyläen Verlag 2019 

Ein gutes Leben führen in einer digitalisierten Welt – wie uns das gelingen kann, beschreibt die in Wien lehrende Wirtschaftsinformatikerin und IT-Expertin Sarah Spiekermann in ihrem aktuellen Fach- und Sachbuch. Keine leichte Lektüre, geht es doch darum, ein neues Wertbewusstsein zu entwickeln. Wertschätzung und Wissen statt Wachstum und Effizienz. Menschlichkeit statt Transhumanismus. Selbstentfaltung statt Listendenken. Das Buch hilft dabei, die „ethischen Feigenblätter“ vieler Unternehmen zu erkennen – aber auch die Irrwege im eigenen Fortschrittsdenken.
„Digitale Ethik. Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert“, Droemer Verlag 2019 

Seltsam und eigenartig – so beschreibt der Körpertherapeut Steve Haines das Empfinden von Schmerz, von Angstzuständen und von traumatischen Erlebnissen. Er „verpackt“ sein forschungsbasiertes, in 25 Jahren Praxis erprobtes Wissen über neue Therapie-Ansätze in drei faszinierende Graphic-Novels (illustriert von Sophie Standing). Keine einfache Lektüre, doch die ungewohnte Wort-Bild-Kombination erleichtert das Verständnis für die komplexen Antworten auf vermeintlich einfache Fragen: Wie lässt sich das Schmerzerleben verändern? Wie hängen Körperphysiologie und Trauma zusammen? Und wann kann Angst etwas Gutes sein?
„Angst ist ziemlich strange“, „Trauma ist ziemlich strange“, „Schmerz ist ziemlich strange“, Carl-Auer Verlag 2019 

Glücksparadoxien. „Wir sind Experten im Geldverdienen, aber Amateure in Sachen Lebenskunst“, ist Mathias Binswanger überzeugt. Dass Luxus auf Dauer nicht glücklich macht, belegen zahlreichen Untersuchungen. Doch wie entgeht man der Dauerschleife aus Wirtschaftswachstum und immer höheren Ansprüchen? Zehn Strategien stellt der renommierte Ökonom und Glücksforscher vor – von der „Wahl des richtigen Teiches“ bis zum „Kampf der Ranking-Manie“. Jede Strategie setzt Selbstreflexion voraus, die Bereitschaft zur Veränderung – und die Einsicht, dass das Beste zu wollen nicht unbedingt das Beste ist fürs eigene Glück
„Die Tretmühlen des Glücks“, Verlag Herder 2019 

Unsicherheit als Erfolgsfaktor!  Menschen zweifeln – Computer nicht.
Was wie ein Nachteil klingt, erweist sich als unschätzbares Alleinstellungsmerkmal. Denn Fortschritt basiert weniger auf Geistesblitzen als darauf, scheinbare Gewissheiten in Frage zu stellen. Der Informatiker Emanuel Koch macht in seinem jüngsten Sachbuch neugierig auf die ambivalente Kraft von Selbstzweifeln, rät zum kunstvollen „Zweifeln im Team“ und erklärt, warum Zweifel die Veränderungs-Kompetenz jedes einzelnen, aber auch ganzer Organisationen optimiert.
Fazit: Ein spannendes Buch – zweifellos.
„Die positive Kraft des Zweifelns“,Econ Verlag 2019 

„Luxusfaktor Gehirn?“ Nicht alles, was lebt, hat ein Gehirn. Warum die Evolution dem Menschen dennoch mit diesem überaus komplexen Organ ausgestattet hat, ist – aller Gehirnforschung zum Trotz – in weiten Bereichen noch ein Rätsel. Einen spannenden Zugang zur Erkenntnis wählten der Neurowissenschaftler Ulrich Dirnagl und der Neurobiologe Jochen Müller: Sie beschreiben die Zentrale unseres Denkens und Fühlens aus der Sicht ihrer Fehlfunktionen und erklären ebenso verständlich wie humorvoll die Funktionsweise der kleinen grauen Zellen.
„Ich glaub mich trifft der Schlag“, Droemer Verlag 2018

„Neues Jahr – neues Glück,“ verspricht der Volksmund. Verlassen sollte man sich darauf nicht, meint Loretta Breuning. Denn unsere Glücksgefühle, so die Spezialistin für Gehirnchemie, werden durch Hormone wie Dopamin, Serotonin, Endorphin und Oxytocin ausgelöst – und deren Produktion lässt sich aktiv beeinflussen. Zunächst müssen allerdings die persönlichen Teufelskreise erkannt und durchbrochen werden. Anschließend lassen sich die kleinen grauen Zellen mit konsequenter Übung auf neue Gewohnheiten und damit einhergehende positive Gefühle „umprogrammieren“. Mehr Glücksmomente in 45 Tagen – kein schlechtes Ziel für einen Neujahrsvorsatz.
Die Chemie des Glücks, mvg Verlag 2018 

„Phantasie ist wichtiger als Wissen,“ meinte Albert Einstein, „denn Wissen ist begrenzt“. Anregungen für eine grenzenlos phantastische Reise liefert das erste Buch des international renommierten Digital Artist Robert Jahns, besser bekannt als Nois7. In seiner surrealen Bildergeschichte verschwimmen Wunsch und Wirklichkeit zu farbenprächtigen Traumwelten, in denen die Protagonisten im Heißluftballon über Vulkane schweben und Glühwürmchen wie Sternschnuppen den Himmel erleuchten. Wer sich fallen lässt und in die Bilder eintaucht, fliegt mit. Fazit: Trotz (oder vielleicht sogar wegen) des leichten Kitschfaktors ein ideales (Geschenk-)Buch für lange Winternächte.
„Traumwelten“ , Riva Verlag 2018 

Lösungen sofort (er-)leben. Vor zwanzig Jahren hat Coaching-Pionierin Sonja Radatz mit ihrer „Beratung ohne Ratschlag“-Methodik Furore gemacht. Nun liefert sie ein weiteres Standardwerk nicht nur für professionelle BeraterInnen, sondern für alle, die andere Menschen und sich selbst in herausfordernden Situationen beraten und begleiten.
Der „Relationale Ansatz“ verzichtet auf Problemanalyse, stattdessen bietet er lösungsorientierte und höchst effektive Tools zum zukunftsorientierten Coaching. Apropos Tools: Eine handliche Coaching-Toolbox ergänzt das Buch ohne Überschneidungen und liefert 100 konkrete Anwendungsbeispiele für „Relationales Coaching“– u.a. speziell für Eltern, LehrerInnen, ÄrztInnen etc.
„Einfach beraten“ & „Die Relationale Coaching-Toolbox“ , Institut für Relationale Beratung und Weiterbildung 2018  (www.irbw.net)

„Meditation via Smartphone“ das hätte sich zur Jahrtausendwende niemand vorstellen können. Heute absolvieren allein im deutschsprachigen Raum rund 1 Million Menschen mit Hilfe der Meditations-App 7Mind einfache Achtsamkeitsübungen für weniger Stress und mehr Gelassenheit. Im Buch zur App (für alle, die es haptisch brauchen oder wollen) wird in sieben Schritten Basiswissen vermittelt, praktische Tipps, Hintergrundwissen und motivierende Impulse inklusive. Keine Garantie für „Stress adé“ – aber ein guter erster Schritt in ein stressfreieres Leben.
„Von Null auf Omm“, mvg Verlag 2018

„Medizin für Menschen“ Nirgendwo sonst sind wir so hilflos und verletzlich wie im Krankenbett – und nirgendwo sonst so darauf angewiesen, dass zwischenmenschliche Kommunikation funktioniert. Mit Pflegekräften und Ärztinnen ebenso wie mit Angehörigen und Freunden.  Zur „menschlichen Medizin“, wie sie die ehemalige Krankenschwester und erfolgreiche Buchautorin Christie Watson beschreibt, gehören vor allem jene Gesten des Mitgefühls, die sich nicht in Worte fassen lassen. Ein beeindruckendes Plädoyer für Beistand im besten Sinn des Wortes. Denn wir alle werden irgendwann einmal Pflege brauchen – und sind gleichzeitig Pflegende.
„Die Sprache der Menschlichkeit“, Goldmann Verlag 2018

„Das ABC der Psyche“ zu erklären, ist ein ambitioniertes Vorhaben. Jens Förster, Sozialpsychologe und Mitbegründer des Systemischen Instituts für Positive Psychologie, ist der Spagat zwischen Information und Unterhaltung gelungen – Infotainment vom Feinsten für alle, die nachvollziehen wollen, wie die Psychologie unser Denken, Fühlen und Handeln erklärt. Ob die großen Fragen des Lebens (Wer bin ich – und wer steuert mich?) oder alltägliche Ärgernisse (Warum geht mir dieser Dauertelefonierer im Intercity so auf die Nerven?) – die unterschiedlichsten Teilbereiche der Psychologie bieten darauf Antworten, die erklären, erstaunen – und amüsieren.
„Warum wir tun, was wir tun“, Droemer Verlag 2018

„Neuroplastizität“ nennen Gehirnforscher den ständigen Veränderungsprozess in unserem Gehirnnetzwerk. Die „Brainword-Methode“ des Psychologen und Kommunikationscoaches Friedhelm Schwarz nützt diese Fähigkeit, um individuelle Gehirnleistungen zu optimieren und Denkprozesse in Gang zu setzen.Spannend daran ist der Wechsel zwischen gezielt gesetzten Reizen und einem Ruhezustand, der unbewusstes Denken im so genannten „Default Mode Network“ ermöglicht. Schwarz liefert dafür klare und alltagstaugliche Anleitungen – ein konzentriertes Sachbuch im besten Sinn des Wortes.
„Konzentriert Denken“, Redline Verlag 2018

„Typisch Mann – typisch Frau“ Verallgemeinerungen dieser Art haben im ernsthaften Diskurs nichts verloren. Trotzdem amüsieren Sätzen wie „Soll ich dir sagen, woran das liegt?“ oder „Kann man die Gerichte im Menü auch tauschen?“, die wir ohne zu zögern einem Geschlecht zuordnen können.   Je 100 dieser gendertypischen Formulierungen hat Andreas Pogoda für zwei kleine Geschenkbücher zusammengetragen. Zur Selbsterkenntnis, zum Schmunzeln – oder als Diskussionsgrundlage darüber, warum „Männersprache “ und „Frauensprache“ auch 2018 noch in vielen Bereichen so unverwechselbar klingt.
„Hast du was gesagt“, „Hörst du mir eigentlich zu?“, Knaur Verlag 2018

Leonardo da Vinci als role model? Wenn es nach dem Innovationsexperten Jens Möller geht, steckt ein wenig Leonardo in allen von uns. Sieben Erfolgsprinzipien, die das Universalgenie der Renaissance sein Leben lang verfolgt hat, dienen als Leitprinzipien und sollen der eigenen Innovationskraft auf die Sprünge helfen. Denn auch da Vinci lebte in einer Zeit radikaler Umbrüche, die Flexibilität im Handeln und im Denken verlangte. Möller liefert neben einem spannenden Einblick in Leonardos Leben einen Coaching-Kompass mit konkreten Fragestellungen, Aufgaben und Übungen zu den sieben Erfolgsprinzipien. Zur „Erarbeitung“ der Da-Vinci-Formel empfiehlt er Notizen und Skizzen – frei nach Leonardos Motto: „Denke mit dem Stift in der Hand!“
„Die Da-Vinci-Formel“, Redline Verlag 2018

Östliches Wissen – für den Westen aufbereitet. Dass Chade-Meng Tan in beiden Welten zuhause ist, merkt man auch seinem Schreibstil an. Locker getextet und amüsant illustriert, informiert der Dalai Lama-Freund über „die Kunst, das Glück in sich zu entdecken“. Mit Humor und Konsequenz hält er seinen dauergestressten LeserInnen den Spiegel vor. Seine Tipps basieren auf genussorientiertem Achtsamkeitstraining  und der Überzeugung, dass man Freude trainieren kann wie einen Muskel. Erfreulicherweise tendiert der Esoterikfaktor gegen Null – was daran liegen mag, dass Tan durch seinen Ursprungsberuf als Software-Ingenieur in Analyse und Logik geschult ist.
„Freude auf Abruf“, books4success (Börsenmedien) 2018

Wem ist zu glauben im Post-Truth-Zeitalter? Dem Hausverstand, meint der Neurowissenschaftler und Kognitionspsychologe Daniel J. Levitin. Vorausgesetzt, wir schulen ihn darin, die Mechanismen der Manipulation zu durchschauen. Denn die meisten Fakten, Statistiken und Aussagen lassen sich recht leicht überprüfen, wenn wir unseren mentalen „Lügendetektor“ aktivieren und numerischen Fehlinformationen, logischen Fehlschlüssen und irreführenden Argumenten nicht mehr auf den Leim gehen. Levitin liefert dafür das nötige Rüstzeug  und präsentiert anhand plakativer Fallbeispiele, wie sich Fake News, Halbwahr- heiten und Pseudo-Fakten schnell evaluieren und entlarven lassen.
„Kritisch denken im Zeitalter der Lügen“, Redline Verlag 2018

Radikale Ideen wirken oft gefährlich – und manchmal sind sie es auch. Gleichzeitig sind sie eine mächtige Kraft, die Millionen Menschen zum Handeln bewegen können.Der Journalist und Medien-Experte Jamie Bartlett hat „moderne Radikale“ getroffen – Futuristen, die Unsterblichkeit anstreben, militante Umweltschützer, die den Planeten um jeden Preis retten wollen, und Psychedelika-Anhänger, die der Menschheit Heilung durch starke Halluzinogene versprechen.Er liefert spannende Einblicke in die Gedankenwelt  dieser Außenseiter – und zieht ein ebenso spannendes Fazit: Nur durch die Konfrontation mit radikalen Ideen können sich Demokratien weiterentwickeln. Und was heute noch exotisch klingt, ist vielleicht morgen schon ganz „normal“.
„Radicals“, Plassen Verlag 2018

Emotionale Wahrnehmung als Wundermittel gegen jede Art von Konflikt? Einen Namen gemacht hat sich Douglas E. Noll als Mitbegründer des „Prison of Peace“-Projektes und durch seine Arbeit mit Häftlingen in Hochsicherheitsgefängnissen. Nun überträgt er seine Erfahrungen in die Welt außerhalb der Haftanstalten und beschreibt anhand zahlreicher Fallbeispiele, wie seine De-Eskalations-Strategien auch den größten Streit schnell entschärfen. Dabei geht es nicht um die Veränderung unseres Gegenübers, sondern um die Veränderungen in uns selbst: Empathie erhöhen, Verständnis vertiefen, innere Balance gewinnen und, last but not least – Abstand vom eigenen Ego nehmen.
„Die elegante Art, Hitzköpfe und andere Streithammel zu beruhigen“, Scorpio Verlag 2018

Schöne neue digitale Welt? Keine Schwarzmalerei – aber doch eine nachdrückliche Warnung liefert die Medien-Fachfrau Alexandra Borchardt in ihrem ebenso lesenswerten wie hochaktuellen Sachbuch rund um die Digitalisierung unserer Welt. Bezahlen wir Spaß und Unterhaltung mit einem Verlust an Freiheit? Setzen wir für die Bequemlichkeit unsere demokratischen Grundrechte aufs Spiel? Sind wir noch in der Lage, mitzubestimmen – oder sind wir längst zu „nützlichen Idioten“ geworden? Fragen, die aufrütteln und nachdenklich machen. Aber auch dazu motivieren, einen scharfen Blick auf das eigene Verhalten als „digitalisierter Mensch“ zu werfen.
„Mensch 4.0 Frei bleiben in einer digitalen Welt“, Gütersloher Verlagshaus 2018

Das Unbewusste überlisten – kein leichtes Unterfangen, aber ein lohnendes, verspricht der Sozialpsychologe John Bargh. Was Freud entdeckt hat, hat der Experte für freien Willen nun entschlüsselt. Er entlarvt das Unbewusste als Autopilot und belegt in zahlreichen Experimenten den höchst effektiven Arbeitsmodus, der parallel zu unserem Bewusstsein existiert und unser Verhalten steuert, bevor das Denken überhaupt einsetzt. Er verrät auch, wie man ungewollte Handlungsmuster vermeidet, warnt vor unausgegorenen Wünschen und liefert den LeserInnen einen spannenden Wegweiser für die Reise ins eigene Selbst.
„Vor dem Denken. Wie das Unbewusste uns steuert“, Droemer 2018

Schnell und manipulativ – so stellt sich Kommunikation im digitalen Zeitalter dar.
Wie mithalten, wenn frau/man nicht von Natur aus mit Redetalent gesegnet ist? Der Rhetoriktrainer und Bestsellerautor Michael Ehlers gibt „Nachhilfe“ vom Feinsten: Er beginnt bei den klassischen Kommunikationsmodellen, führt seine LeserInnen durch die Welt der angewandten Rhetorik, streift dabei elegant das Thema Lüge, erklärt Framing, die Maschinensprache der Social Bots und die neue Ethik der Virtual Reality. Zum Abschluss gibts noch Verhandlungstraining, ein paar Seiten zur Körpersprache und Heldengeschichten – nach 399 Seiten Wissensvermittlung pur eine durchaus willkommene Belohnung!
„Rhetorik. Die Kunst der Rede im Digitalen Zeitalter“, books4success 2018

„Erkenne, was dich besonders macht“ – mit dieser Aufforderung unterscheidet sich der US-Psychiater Dale Archer wohltuend von vielen seiner KollegInnen. Während diese Persönlichkeitsstörungen diagnostizieren (und medikamentös behandelnd), sehen Archer und seiner Anhängerinnen in denselben Charakterzügen positive Persönlichkeits- merkmale, die sich zu individuellen Stärken ausbauen lassen.Ob ADHS oder Schüchternheit, magisches Denken oder ausgeprägte Ichbezogenheit – all das wird, richtig verstanden und gefördert, vom Problem zu eine Quelle von Kraft und Einmaligkeit.
„Nicht normal aber ziemlich genial“, mvgverlag 2018

„Orte für Worte“ – zu finden, und dabei auch noch der ureigenen Schreibpersönlichkeit zu mehr Lebendigkeit zu verhelfen – das ermöglicht der „achtsame“ Leitfaden von Sandra Miriam Schneider.
Die Dozentin für kreatives und literarisches Schreiben hat wirkungsvolle Übungen entwickelt – zur heilsamen Kraft von Ritualen ebenso wie zum Geschenk der Disziplin. Wer die 5 Dimensionen des achtsamen Schreibens für sich selbst entdecken und damit beim Schreiben Klarheit und Gelassenheit gewinnen will, braucht neben Motivation vor allem eines: Geduld mit der eigenen Ungeduld.
„Achtsames Schreiben“, Duden Verlag 2018

„Raus aus der Abwärtsspirale negativer Gedanken“ – das interaktive Workbook, eigentlich zur Selbsthilfe bei Angst und Depression gedacht, entfaltet auch präventiv enorme Wirkung. Der ambitionierte 7-Wochen-Plan des Psychotherapeuten Seth J. Gillihan führt die Leserin/den Leser schrittweise weg von negativen Gedanken und Verhaltensmustern hin zu positiven Alternativen, die aktive Veränderungen nach sich ziehen. Vorausgesetzt, man/frau nimmt sich genügend Zeit für Introspektion – und ist bereit, neue Wege zu gehen, um zu neuen Ergebnissen zu kommen.
„Sei dein eigener Therapeut. Kognitive Verhaltenstherapie“, Plassen Verlag 2018

„Wechselwirkung“ ist das „Zauberwort“ in der aktuellen Hirnforschung: Wie beeinflusst die Welt unser kreatives Gehirn – und wie wird die Welt von der enormen menschlichen Kreativität geprägt? Dick Swaab, Professor für Neurobiologie und international führender Hirnforscher, beschreibt in seinem jüngsten Bestseller, wie wir unsere kleinen grauen Zellen stimulieren und zu Höchstleistungen anregen können. Kunst und Kultur spielen dabei eine entscheidende Rolle – auch bei der Heilung von Traumata und in der Vorbeugung von Hirnerkrankungen wie Alzheimer. Keine leichte Lektüre (640 Seiten), aber vom ersten bis zum letzten Kapitel spannend und informativ.
„Unser kreatives Gehirn. Wie wir leben, lernen und arbeiten“, Droemer Verlag 2018

„Impostor-Phänomen“ ist der Fachausdruck für das unerfreuliche Gefühl, als HochstaplerIn durchs Leben zu gehen. Erstaunlicherweise sind es meist intelligente, gut gebildete und motivierte Menschen, die ihre eigenen Fähigkeiten unterschätzen und in der ständigen Angst leben, als „Mogelpackung entlarvt“ zu werden. Die Soziologin Sabine Magnet kennt das Gefühl aus eigener Erfahrung – und wartet nicht nur mit spannenden Erklärungen für das Impostor-Phänomen auf, sondern auch mit alltagstauglichen Lösungen für alle, die ihre Leistungen auch selbst anerkennen wollen.
„Und was, wenn alle merken, dass ich gar nichts kann?“, mvg Verlag 2018

„Eine Toolbox für Führungskräfte“, die ihre MitarbeiterInnen nicht nur fachlich unterstützen, sondern als Beziehungsmanager und Teamleiter fördern und fordern wollen – so bewerben die beiden Erfolgscoaches Jens Corssen und Stefan Gröner ihren aktuellen Bestseller. Ziel ist es, aus komplexen Einzelpersönlichkeiten mit Hang zur Rolle der Diva, des Jungstars oder der Grauen Eminenz ein starkes und flexibles Team mit einer funktionierenden Gruppendynamik zu entwickeln – im beruflichen Umfeld ebenso wie im Sport oder im Freizeitbereich.
„Der Team-Entwickler“, Knaur Verlag 2017

„Power Posing“ ist mehr als ein Schlagwort, wenn es um Präsenz im Auftritt geht – und um innere Gelassenheit. Dann gilt im wahrsten Sinn des Wortes: Nur wer Haltung hat, kann auch eine Haltung vertreten. Die Tänzerin Karin Albrecht arbeitet mit einfachen Körperübungen, die nach innen und nach außen wirken: Die Psyche wird gestärkt, die Ausstrahlung optimiert. Praktisch und alltagstauglich: Die Trainingskarten zum Heraustrennen.
„Power Posing“, Trias Verlag 2017

„Vier Säulen“ sind für ein gelungenes Leben entscheidend, so die jüngsten Erkenntnisse der Hirnforschung: Gute Beziehungen, aktives Bewirken, ein gesunder Stresshaushalt und das Gefühl von Stimmigkeit. Die Grundlagen dafür können wir selbst schaffen, verspricht der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Otto Thomashoff. Und erklärt ebenso spannend wie aufschlussreich nicht nur den Weg vom Gehirn zur Gesellschaft (und wieder zurück), sondern auch den Weg von der Theorie in die Alltagspraxis.
„Das gelungene ICH“, Ariston Verlag 2017

„Trau Dich!“ lautet das Motto, unter dem die 101 Übungen stehen, mit denen sich Routinen durchbrechen lassen. Von der Heldenreise bis zur Party Time, vom VIP-Alarm bis zum Boxring reichen die „abenteuerlichen“ Ideen der NLP-Profis Andreas Brede und Sascha Ballach. Dabei geht es um Transformation und Initiation, um den Mut, Veränderungen zuzulassen und neue Wege zu beschreiten. Der spielerische Zugang macht es leicht(er), die Komfortzone zu verlassen – und verspricht neben ungewohnten Erfahrungen jede Menge Spaß.
„Wunder geschehen da, wo deine Komfortzone endet“, mvgverlag Verlag 2017

„Immer-in-Eile-sein,“ zwischen Morgenstress und Meeting, Kindern und Kunden, Fertigstellungsterminen und Freundinnen – das kennen viele Frauen. Jeder Tag scheint einer endlosen To-do-Liste zu gleichen, und nur selten wird auch hinter dem letzten Listenpunkt der erlösende „geschafft-Haken“ gesetzt. Wie sich dieses Hamsterrad auf biochemische und hormonelle Prozesse auswirkt, beschreibt die  australische Biochemikerin Libby Weaver – und liefert alltagsnahe Lösungsansätze vom „To-do“ zum „To-enjoy“.
„Das Rushing Woman Syndrom“, Trias Verlag 2017

„Von Frank Hoffmann empfohlen“ müsste als Kaufargument für ein Buch über Stimme und Authentizität eigentlich genügen. Gehört der Burgtheater-Mime doch zu den gefragtesten Sprechern Österreichs. Sein Lob gilt zwei Fachfrauen in diesem Bereich – der Kommunikationsexpertin Pamela Obermaier und der Stimmtrainerin Petra Falk. Gemeinsam zeigen sie, wie Stimme Stimmung macht, was Mickey Mouse vom König der Löwen unterscheidet und wie man seine Stimmkraft wirkungsvoll einsetzt – Übungstexte inklusive.
„Gut gebrüllt und schon gewonnen“, Goldegg Verlag 2017

„Selbstcoaching leicht gemacht.“ Was auf den ersten Blick recht simpel wirkt, erweist sich beim Ausprobieren als nützliches Tool zur Selbsterkenntnis: 3 „Ausfüllbücher“ zu den Themen Resilienz (Schritt für Schritt innere Stärke erlangen / Krisen besser überstehen), Inneres Kind (Frieden mit der Vergangenheit schließen / alte Ängste überwinden) und Glück (positive Erinnerungen als Ressource für Glücksmomente nützen). Wer mit Hilfe der praxiserprobten Selbsthilfetechniken seinen Handlungsspielraum erweitern möchte, muss allerdings zwei Dinge investieren: Zeit und Ehrlichkeit.
„Resilienz trainieren“, „Umarme dein inneres Kind“, „100 Fragen, die dich glücklich machen“, mvg Verlag 2017

„Mentales Kontrastieren“ nennt die Psychologie-Professorin Gabriele Oettingen ihre aus der Motivationsforschung entwickelte Methode, um Träume Wirklichkeit werden zu lassen: Sobald den Wunschträumen auch die inneren Hindernisse gegenübergestellt werden, lassen sich praxistaugliche und real umsetzbare Szenarien für Veränderungswünsche finden. In drei Bereichen profitiert das Nicht-Bewusste besonders vom mentalen Kontrastieren: Beim Versuch, gesünder zu leben, Beziehungen zu verbessern und am Arbeitsplatz mehr zu leisten.
Die Zauberformel lautet WOOP: Wish, Outcome, Obstacle, Plan (Wunsch, Ergebnis, Hindernis, Plan).
„Die Psychologie des Gelingens“, Droemer Verlag 2017

„Ja“ sagen zu eigenen Bedürfnissen  setzt voraus, dass man nicht immer, aber immer öfter mutig „Nein“ sagt zu all den Bitten, Wünschen und Aufforderungen, die ständig aus dem beruflichen und privaten Umfeld kommen. Eine garantierte Erfolgsformel dafür gibt es nicht. Aber ein 4-Schritte-Programm, entwickelt von der Kommunikationstrainerin Claudia Fabian, das in den meisten Lebenslagen auch praxistauglich umsetzbar ist: Empathie zeigen – Klarheit schaffen (für beide Seiten) – eigenes Bedürfnis nennen – Alternative anbieten bzw. die Gefühlsebene des Gegenübers wahrnehmen. Klingt einfacher, als es ist. Aber auch hier gilt: Übung macht die Meisterin / den Meister!
„Mutig und respektvoll Nein sagen“, Schirner Verlag 2017

Storytelling vom Feinsten bietet der vielfach ausgezeichnete Journalist Simon Garfield in seinem neuen Sachbuch-Bestseller „Zeitfieber“. Rückblicke in eine Welt, die noch nicht durchgetaktet war, Einblicke in Gesellschaften, in denen die Uhren anders gehen und Ausblicke auf Orte, in denen die Zeit stillsteht. Unglaublich, wie viel man bei dieser spannenden Zeitreise ganz nebenbei an Wissenswertem mitnimmt – über das republikanische Kalendersystem der Franzosen und unscheinbare Diskretionsuhren, über britische Filibuster und die wertvollste Armbanduhr des Planeten,  über Beethovens Neunte und die Aufnahme des ersten Albums der Beatles. Einziger Wermutstropfen – die Lektüre (350 Seiten) erfordert Zeit.
„Zeitfieber“, Konrad Theiss Verlag 2017

Raus aus der Komfortzone! Es gibt Neues zu entdecken, noch nie Gewagtes zu tun? Nur wenige Menschen lassen sich mit Begeisterung darauf ein. Die meisten folgen lieber ihren eingefahrenen Verhaltensmustern und halten sich beharrlich ans Motto: „Alles soll bleiben, wie es ist.“ Weil stehen zu bleiben aber einem Rückschritt gleichkommt, empfiehlt der erfahrene Psychotherapeut Vincent Deary, ein gelungenes Leben wie eine gute TV-Serie anzulegen: als Aneinanderreihung von Staffeln mit immer anderen Herausforderungen, die gemeistert werden müssen, und immer anderen Rollen, in denen sich die HauptdarstellerInnen profilieren können. Auf 350 Seiten beschreibt er eindringlich und nachvollziehbar, wie man ausgetretene Pfade vermeidet, alte Wege verlässt und neue Wege einschlägt.
„Wie wir sind. Leben. Eine Anleitung“, Droemer Verlag 2017

Fabelhafte SiegerInnen präsentieren die Bestseller-Autoren John Kotter und Holger Rathgeber in ihrer „tierischen Geschichte“ über mutige Erdmännchen, die ihren Clan in Krisenzeiten verlassen, um ihn durch die Suche nach praktikablen Lösungen für unerwartete Herausforderungen zu retten. Was in den ersten Kapiteln recht banal daherkommt, entwickelt über knapp 150 Seiten nicht nur eine überraschende Dynamik, sondern liefert auch ebensolche Erkenntnisse zum Aufstieg, Fall (und Wiederaufstieg) von Organisationen. Allen LeserInnen, denen die Fabel alleine nicht genügt, bieten die Autoren zum Abschluss einige Charts, die die komplexen Strukturen, Verhaltensweisen und Ereignisse in Phasen der Neuorientierung in Beziehung zueinander setzen.
„Das Erdmännchen Prinzip“, Droemer Verlag 2017

Philosophie für ein gesundes Leben verspricht Albert Kitzler, Medienanwalt, Philosoph und Gründer einer „Schule für antike Lebensweisheit“ – und liefert auf 300 Seiten einen spannenden Einblick in seine „philosophische Therapeutik“. Behandelt werden dabei typische Themen unserer schnelllebigen Zeit – von Überforderung über Entfremdung bis hin zu Hochmut und Überheblichkeit. Ob Konfuzius, Buddha oder Platon & Co. – zeitgemäß interpretiert, bieten die antiken Denker aus Ost und West nicht nur philosophische Konstrukte, sondern alltagstaugliche Anleitungen für eine gesunde Lebenspraxis, die auf der Überzeugung basiert, dass unser Denken den größten Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden hat.
„Denken heilt!“, Droemer Verlag 2016

Ziemlich affig geht es zu, wenn das Büro zum Dschungel wird und statt cooler Ratio primär evolutionsbedingte Grundmechanismen unser Verhalten steuern. Warum wir manchmal gar nicht so können, wie wie gerne wollen, erklärt der Verhaltensbiologe und Humanethnologe Gregor Fauma anhand aufschlussreicher Beobachtungen – nicht nur unter Affen.
Konkrete Anleitungen vermisst man zwar – zur spannenden (und amüsanten) Selbstreflexion lädt allerdings jedes der 12 Kapitel ein: Sie spielen im „Business-Catwalk“ genannten Stiegenhaus, in der „Flirtarena Kaffeeküche“ und beim „Debriefing am Stammtisch“ – und zeigen recht ungeschminkt, wie viel „Natur pur“ in Boss-Anzügen und Chanel-Kostümen steckt. Im Gegensatz zu unseren tierischen Verwandten haben wir freilich oft die Chance, innezuhalten und abzuschätzen, ob wir uns „zum Affen machen“ wollen – oder nicht.
„Unter Affen“, Goldegg Verlag 2016

Frauenpower jenseits typischer Rollen-Klischees – wie das gelingen kann, verrät der Gender- und Beziehungsexperte Christian Seidel. Klarsichtig benennt er tief verinnerlichte (und damit auch wirkungsvolle) Geschlechter-Klischees – vom Gott-Klischee über das „Märchen des Prinzen“ bis zum Ritual-Klischee samt „Friede-Freude-Eierkuchen-Gefängnis“. Stichworte, die neugierig machen. Und gleichzeitig als Aufforderung zu verstehen sind, sich kritisch mit der eigenen Geschlechterrolle auseinanderzusetzen und aktives Selbst-Coaching zu betreiben: Weg vom Bedürfnis, zu gefallen, hin zu einer selbstbewussten „Mut-Haltung“, die auf weiblichen Stärken beruht.
Seidel, der ein Jahr als Crossdresser in Frauenkleidern gelebt hat, offeriert einen anderen, weiteren Blick auf die Genderfrage als viele KollegInnen aus der Coachingbranche. Ein weiterer Pluspunkt: Die alltagstauglichen Imaginationstechniken, die Frauen dabei helfen können, sich in der Männerwelt durchzusetzen.
„Gender Key“, Ariston Verlag 2016

„Love Words“ & „Power Poses“ – nur zwei von vielen Schlagworten, die den aktuellen Ratgeber der beiden Kommunikations-Profis Michaela Kellner und Andrea Khom (www.ankh.at) zur spannenden Lektüre machen. Wer wüsste schließlich nicht gerne, wie man „die Macht der Emotionen nützt“, um mit E-Mails besser zu kommunizieren und „verblüffend einfach mehr zu erreichen.“
Im Mittelpunkt steht der Mimikresonanz®-Profiling-Test, mit dem sich unterschiedliche Persönlichkeitsanteile erkennen lassen – die eigenen wie jene der EmpfängerInnen. Dann folgen praxistaugliche Tipps zum jeweils richtigen Schreibstil für MacherInnen, DenkerInnen, BewahrerInnen und EntertainerInnen. Die abschließenden Empfehlungen zu einem dynamischen E-Mail-Management und ein kurzes Kompendium zu den häufigsten Fehlern in der neuen deutschen Rechtschreibung machen das Buch zu einem Must-have in jedem Büro.
„Konfliktfalle E-Mail“, Goldegg Verlag 2016

Ein Märchenbuch für Manager – und das nicht nur zur Abendzeit. „Wenn du etwas nicht erklären kannst, erzähl eine Geschichte“, empfahl schon Umberto Eco. Thomas Biermann, Ex-Manager und BWL-Professor, hat diesen Rat beherzigt und bietet Storytelling vom Feinsten rund um die gefürchtete Managerkrankheit „Morbus Meeting“. Seine Gutenachgeschichten malen bildhaft aus, was Fakten allein nicht sagen können – mit prägnantem Scharfblick und Insider-Wissen, kombiniert mit Leichtigkeit und Humor.
Sinn und Wahnsinn gehen dabei Hand in Hand. Denn wer erst einmal der krankhaften Sucht nach endlosen Besprechungen verfallen ist, tut sich schwer, einen Ausweg aus dem Sitzungs-Irrgarten zu finden. So gesehen ermöglichen die Gutenachtgeschichten nicht nur AHA-Momente, sondern fungieren auch als Wegweiser zur „Lufthoheit über den eigenen Terminkalender“.
„Morbus Meeting – Gutenachtgeschichten für Manager“, Wildau Verlag 2016

Männerseelen sind fragil  behauptet zumindest der Psychotherapeut und Coach Werner Dopfer. Und beschreibt ebenso kenntnisreich wie amüsant, was (männliche) Führungskräfte unternehmen, damit sie in der Führungsebene unter sich bleiben. Wo allerdings „Platzhirsche“ ihr Revier verteidigen, müssen Frauen zu den richtigen Waffen greifen: selbstbewusste Status-Sprache und entsprechender Auftritt nach dem Motto „Macht mit Charme“. Die Zukunft der Führung, so Dopfer, gehört allerdings keinem Geschlecht allein. Seine Vision: Im Meta-Gender-Führungsstil findet sich das Beste von beiden Geschlechtern in einer Person.
„Mama Trauma – warum Männer sich nicht von Frauen führen lassen“, Knaur Verlag 2016

Gelungene Persönlichkeitsentwicklung – mit Hilfe eines Taschenbuchs? Nein, 180 Seiten können nachhaltige Gespräche mit einem Coach nicht ersetzen. Doch was die Fachfrau Karin Dölla-Höhfeld in Ihrem Ratgeber zusammengetragen hat, weist den Weg zu den ersten Schritten: Sich Klarheit verschaffen über persönliche und berufliche Ziele. Das „Innere Team“ aktivieren und auf diese Weise Veränderungsprozesse in Gang setzen. Ressourcen ausfindig machen – und gleichzeitig neue Impuls von außen einfordern. Sei es nun aus dem eigenen Freundeskreis oder von einem Profi, der weiß, wie man die Hürden auf der Erfolgsspur überwindet.
„Selbstbewusst, stark – und souverän im Berufsleben“, Verlag Herder 2016

Status-Spiele kann man ablehnen, man kann sie albern finden und kontraproduktiv. Aber man kann sie weder ignorieren, noch kann man ihnen entkommen. Wer dagegen „statusbewusst“ kommuniziert, gestaltet Beziehungen – und erweitert das eigene Handlungsrepertoire. Tom Schmitt und Michael Esser liefern eine ebenso amüsante wie spannende Anleitung für die Welt der Status-Spiele.
„Status Spiele“, Fischer Verlag 2014

Souveräne Kommunikation ist weit mehr als ein geschicktes Spiel mit Worten. Sie stellt den Menschen als Wechselwirkungswesen in den Mittelpunkt – und damit auch das Wissen um die gegenseitige Beeinflussung. Sie erfordert Selbstreflexion und die Bereitschaft zur Veränderung. Und sie versteht das „Miteinander“ als ganzheitliche Herausforderung für Kopf und Herz, für Analysefähigkeit und Intuition. Karen Zoller ist eine Meisterin  der Kommunikationspsychologie – und gibt ihr Wissen so alltagstauglich wie praxisnah weiter. Damit „verstehen & verstanden werden“ auch mit schwierigen GesprächspartnerInnen gelingt.
„Schwierige Mitmenschen. So gehen Sie souverän mit ihnen um“, rororo 2016